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Ahnenstätte Seelenfeld

Die Ahnenstätte Seelenfeld zählt zu den besonderen Orten in der Stadt Petershagen. Aufgrund ihrer Lage und Entstehunggeschichte ist sie deutschlandweit einmalig.

Aufgrund der jüngsten Beiträge im Internet sowie der erfolgten Berichterstattung im WDR und NDR ist das mediale Interesse an der Anlage gestiegen. Durch Betitelungen wie "Begräbnisstätte für Völkische" oder "Rechte Szene trifft sich regelmäßig in Petershagen" wird ein bestimmter Eindruck erweckt und ein Bild suggeriert.

Die Stadt Petershagen grenzt sich ausdrücklich gegen jegliche rechtsextreme Tendenz ab. Ganz im Gegenteil: Seitens der Stadt Petershagen werden beispielsweise seit Jahren gemeinsam mit Schulklassen Gedenkfeierlichkeiten für das Arbeitserziehungslager Lahde abgehalten, um die Erinnerung wachzuhalten. Gleiches gilt für die Arbeiten des Vereins der Alten Synagoge Petershagen e. V.. In diesem Zusammenhang seien auch die Stolpersteine in Petershagen erwähnt, die ebenfalls gegen das Vergessen wirken sollen.

Das Credo: "Nur wer die Geschichte kennt, kann Zukunft gestalten!" gilt für alle Bereiche der Stadt Petershagen. Ein Verschweigen oder Tabuisieren wird an keiner Stelle betrieben. Gerade der offene Umgang mit geschichtsträchtigen Orten zeichnet die Stadt aus.

Vor diesem Hintergrund hat bereits im Juli 2017 ein Gespräch mit Vertretern des Ahnenstättenvereins, der Ortschaft Seelenfeld sowie der Verwaltung stattgefunden. Es wurde deutlich, dass der Ahnenstättenverein Niedersachsen e. V. respektive die Ahnenstätte Seelenfeld die Öffentlichkeitsarbeit intensivieren muss, um Transparenz zu schaffen und um sich vom Rechtsextremismus/Nationalsozialismus zu distanzieren.

Auf Einladung des Mindener Geschichtsvereins e.V. - gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Alte Synagoge Petershagen e.V., dem LWL-Industriemuseum Glashütte Gernheim und dem Verein Minden - Für Demokratie und Vielfalt e.V. referierte Julian Feldmann (Kiel) im September 2017 im Alten Amtsgericht Petershagen über das Thema „Die ‚Ahnenstätte‘ Petershagen-Seelenfeld und der rechtsextreme ‚Bund für Gotterkenntnis‘. Ein politischer Ort unserer Region seit 1929 und seine heutige Bedeutung.“ An dieser Veranstaltung nahmen weit über 100 Interessierte teil.

Die Stadt Petershagen wird die nächste Zeit nutzen, um sich ein umfassendes Bild von der Entstehungsgeschichte sowie der heutigen Ausrichtung der Ahnenstätte und des Ahnenstättenvereins zu machen.

Im Anschluss sollen die städtischen Publikationen überarbeitet und mit weitergehenden Informationen versehen werden, die eine umfassendere geschichtliche Einordnung ermöglichen. Zu dem ist eine neue Publikation speziell für die Ahnenstätte Seelenfeld angedacht.

Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis, dass dieses nicht kurzfristig zu realisieren sein wird, da die Thematik sehr komplex ist und in ihren umfassenden Facetten beleuchtet werden soll. Hierzu sollen unterschiedliche Informationsquellen und geschichtlich versierte Personen kontaktiert werden. Der Prozess wird transparent dargestellt. Im Ergebnis soll eine informative, reflektierte Schrift vorliegen.

Kontakt

Evelyn Hotze
Raum: 10, Lahde
Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus
Bahnhofstraße 63
32469 Petershagen
Telefon: 05702 822-238
Fax: 05702 822-298
E-Mail oder Kontaktformular

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