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Bestattungskosten

Im Rahmen der Sozialhilfe können die Kosten für eine einfache würdige Bestattung übernommen werden.

Voraussetzung ist, dass der/die Verstorbene keinen ausreichenden Nachlass hinterlassen hat

und


die nächsten Angehörigen die Kosten nicht aus dem eigenen Einkommen und Vermögen begleichen können.

Zuständige Behörde

Den Antrag auf Bestattungskosten
können Sie beim 
Kreis Minden-Lübbecke stellen,
wenn

der Sterbeort im Kreis Minden-Lübbecke liegt und die verstorbene Person keine Leistungen nach dem SGB XII (Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung) erhalten hat

oder
 
die verstorbene Person bis zum Tode Leistungen nach dem SGB XII vom Kreis Minden-Lübbecke oder einer kreisangehörigen Stadt/Gemeinde erhalten hat.

Soweit der Kreis Minden-Lübbecke nicht zuständig ist, kann lediglich eine allgemeine Beratung und eine Weitergabe der Unterlagen an die zuständige Behörde erfolgen.

Grundsätze für eine Kostenübernahme

Bestattungskosten können im Rahmen der Sozialhilfe grundsätzlich übernommen werden, wenn

1. Sie als Erbe oder Bestattungspflichtiger rechtlich verpflichtet sind die Bestattungskosten zu tragen, und

2. der Nachlass der/des Verstorbenen nicht ausreicht um diese Kosten zu decken, und

3. Sie und Ihre Familie nicht über ausreichendes Einkommen oder ausreichende Vermögenswerte verfügen um die Kosten selbst zu tragen.

Eine Übernahme der Kosten kann nur in einem einfachen, angemessenen Umfang erfolgen. Die Bestatter im Kreisgebiet sind über die Kosten informiert und können Sie darüber beraten. Sofern auf Ihren Wunsch Zusatzleistungen erbracht werden (z.B. eine Anzeige in der Zeitung), müssen Sie diese Kosten selbst finanzieren.

Falls Sie aufgrund der obigen Punkte nicht sicher sind, ob Sie einen Anspruch auf Sozialhilfe haben könnten, ist es ratsam persönlich Kontakt aufzunehmen.

Einzureichende Unterlagen

Um die Zumutbarkeit Ihres Einkommens- und Vermögenseinsatzes prüfen zu können, werden folgende Unterlagen bzw. Nachweise von Ihnen benötigt:

  • ausgefüllter Antrag (einschließlich Bankbescheinigung)
  • Einkommensnachweise von Ihnen und Ihren Haushaltsangehörigen
  • Nachweise über vorhandene Versicherungen (zum Beispiel Lebens-, Sterbegeld-, Hausrat-, Haftpflichtversicherungen, Riester-Rente, Gewerkschaftsmitgliedschaften)
  • Nachweise über vorhandenes Vermögen (Sparbuch, Bausparvertrag, Lebensversicherung, vermögenswirksame Leistungen oder ähnliches)
  • vollständige Girokontoauszüge von Ihnen (beginnend 3 Monate vor dem Tod Ihres Angehörigen bis heute)
  • Mietvertrag oder letzte Nebenkostenabrechnung (Kaltmiete, Nebenkosten und Heizkosten müssen separat  erkennbar sein)

Daneben werden folgende Unterlagen von dem/der Verstorbenen  benötigt:

  • ausgefüllte Nachlasserklärung (einschließlich Bankbescheinigung)
  • Nachweise über gegebenenfalls vorhandene Sterbegeldversicherung
  • Nachweise über vorhandene Versicherungen (zum Beispiel Lebens-, Sterbegeld-, Hausrat-, Haftpflichtversicherungen, Riester-Rente, Gewerkschaftsmitgliedschaften)
  • Nachweise über vorhandenes Vermögen (Sparbuch, Bausparvertrag, Lebensversicherung, vermögenswirksame Leistungen oder ähnliches)
  • vollständige Girokontoauszüge der verstorbenen Person der letzten 3 Monate

Die Unterlagen können jeweils in Kopie eingereicht werden.

Hinweise zur Höhe der Bestattungskosten

Bestattungskosten können nur im sozialhilferechtlich angemessenen Rahmen übernommen werden. Sozialhilferechtlich angemessene Kosten sind die für eine einfache, würdige Bestattung.

Bitte teilen Sie dem beauftragten Bestattungsunternehmen mit, dass ein Antrag auf Übernahme der Bestattungskosten gestellt wird. Da dort in der Regel bekannt ist, welche Kosten das Sozialamt übernimmt, können Sie dort über ggf. zusätzlich anfallende Kosten aufgeklärt werden. Falls einem Unternehmen im Einzelfall die sozialhilferechtlich anerkennungsfähigen Beträge nicht bekannt sein sollten (insbesondere bei Bestattern außerhalb des Kreises Minden-Lübbecke), bitten Sie dieses, sich diesbezüglich telefonisch mit dem Kreissozialamt in Verbindung zu setzen.

Sie haben die Wahl der Bestattungsart (Feuer- beziehungsweise Erdbestattung). Dieses hat keine Auswirkung auf die Anerkennung der Kosten.

Bei der Wahl des Grabes werden grundsätzlich die Kosten bis zur Höhe eines Reihengrabes, bei dem die Pflege durch die Angehörigen geleistet wird, anerkannt. Mehrkosten für pflegefreie Reihengräber, Wahlgräber werden in der Regel nicht erstattet. Falls bereits Grabstellen vorhanden sind, wenden Sie sich bitte vorab zur Klärung an das Kreissozialamt.

Weitere Bestattungsformen (z.B. Friedwald oder Seebestattung) können im Einzelfall anerkannt werden, wenn die Kosten die Gebühren eines Reihengrabes am Wohnort des/der Verstorbenen nicht übersteigen.

Zu beachten ist ferner, dass die Beerdigung in Deutschland erfolgen muss. Kosten einer Beisetzung im Ausland werden nicht übernommen. Dies gilt auch dann, wenn die Bestattung im Ausland günstiger ist.

Merkblatt Bestattungskosten

Zuständig

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