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Breitbandversorgung

Schnelles Internet gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die digitale Vernetzung und Erreichbarkeit ist ein wesentlichen Bestandteil der Infrastruktur, gerade auch in ländlichen Gebieten. Ob es die heimischen Unternehmen sind oder die hier lebenden Menschen, alle benötigen für die Kommunikation, Mediennutzung und den Konsum im Internet eine leistungsstarke Infrastruktur.

Eine gute Breitbandversorgung zählt zu den wichtigen Standortfaktoren. Diesem Rechnung tragend hat der Kreis Minden-Lübbecke 2016 das Projekt „Masterplan Kreis Minden-Lübbecke“ ins Leben gerufen. Der Plan enthält eine flächendeckende Netzplanung für alle Haushalte und Gewerbebetriebe, die über eine Downloadgeschwindigkeit von weniger als 30 MBits verfügen.

Der Förderhöchstbetrag des Bundes für den Breitbandausbau im Kreis Minden-Lübbecke liegt bei 27 Mio. Euro. Die geplante Bandbreite beträgt 100 Mbit/s für Haushalte bzw. 1Gbit/s für Unternehmen. Diese Bandbreiten sind zukünftig durch einen Glasfaserausbau nicht mehr von der Infrastruktur abhängig, sondern alleine von der eingesetzten Technik. Durch die Erschließung der „weißen Flecken“ wird auch ein Impuls der Telekommunikationsunternehmen (TK-Unternehmen) für einen weiteren eigenwirtschaftlichen Ausbau heute nicht förderfähiger Gebiete mit Glasfaser erwartet.

Das Projekt wird in der Kreisverwaltung durch den Breitbandkoordinator, Herrn Holsmölle, betreut.

Aktuelle Informationen zum kreisweiten Breitbandausbau finden Sie auf der Internetseite des Kreises Minden-Lübbecke.

Antworten auf die häufig gestellten Fragen zum Breitbandausbau im Kreis Minden-Lübbecke:

Was ist der Masterplan?

Die Firma Micus Strategieberatung hat Anfang 2016 eine Studie zur Breitbandversorgung im Kreis Minden-Lübbecke für den Kreis und seine Kommunen erstellt. Die Ergebnisse dieser Studie liegen als „Breitband-Masterplan für den Kreis Minden-Lübbecke“ vor.

Was sind weiße Flecken?

Als „weiße Flecken“ werden Gebiete bezeichnet, die gemäß der NGA Richtlinie des Bundes eine Download Bandbreite von weniger als 30 Mbit/s haben. Hierbei geht nicht um die erzielte Downloadrate sondern um die technisch mögliche Bandbreite am Anschluss.

Wie wurden die weißen Flecken ermittelt?

Im Rahmen der Studie wurde ein Markterkundungsverfahren durchgeführt. Hierbei wurden die Telekommunikationsunternehmen aufgefordert ihren aktuellen Breitbandausbau beziehgungsweise die geplanten Maßnahmen der nächsten drei Jahre für das Gebiet des Kreises mitzuteilen. Aus diesen Rückmeldungen wurden dann die unterversorgten Bereiche, die „weißen Flecken“, ermittelt.

Ist meine Adresse im Fördergebiet?

Über das GeoPortal des Kreises Minden-Lübbecke können Sie die unterversorgten Gebiete einsehen.

Wann erfolgt der Ausbau?

Da das Ausschreibungsverfahren des Kreises Minden-Lübbecke nicht vor dem Jahreswechsel 2018/2019 beendet werden kann, werden Auftragsvergaben somit frühestens in der ersten Jahreshälfte 2019 möglich sein. Aussagen zum tatsächlichen Beginn des Ausbaus sind daher aktuell nicht möglich.

Welche Bandbreiten sind geplant?

In der Ausschreibung wird eine symmetrische Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s gefordert.

Wer führt den Breitbandausbau durch?

Nach Abschluss der Ausschreibung steht fest welche Telekommunikationsunternehmen ausbauen. Durch die Aufteilung des Kreises in verschiedene Lose werden vermutlich unterschiedliche Unternehmen ausbauen.

Was kostet mich ein Anschluss?

Die genauen Kosten legen die ausbauenden Telekommunikationsunternehmen fest.

Entsteht durch den Ausbau ein Monopol?

Die ausbauenden Unternehmen müssen aufgrund der Förderung einen offenen (diskriminierungsfreien) Zugang allen anderen Marktteilnehmern gewähren. Die Unternehmen schließen für den Zugang entsprechende Verträge untereinander ab.

Was muss ich machen, um einen schnelleren Anschluss zu bekommen?

Jeder der nach dem Ausbau von einem schnelleren Internetzugang profitieren möchte, muss einen neuen Vertrag mit einem Telekommunikationsunternehmen schließen. Eine automatische Anpassung der Bandbreite gibt es nicht.

Kann ich bei meinem jetzigen Anbieter bleiben?

Jedes Telekommunikationsunternehmen hat den Anspruch auf Zugang zum neu geschaffenen Netz. Somit können Sie bei ihrem Anbieter bleiben. Voraussetzung ist, dass ihr Anbieter einen Vertrag mit dem ausbauenden Unternehmen abschließt.

Muss ich mich anschließen lassen?

Es besteht kein Zwang zum Anschluss.

Aktuelles - Arbeiten im Stadtgebiet

Tiefbauarbeiten im Bereich Quetzen/Lahde (Stand 16.05.2018)

In den letzten Tagen wurden seitens einer Tiefbaufirma Erdarbeiten in den Ortschaften Quetzen und Lahde vorgenommen. Diese Erdarbeiten wurden im Auftrag der Deutschen Telekom vorgenommen. Die Deutsche Telekom hat die Breitbandausschreibung des Landkreis Schaumburg gewonnen. Ein Teil der Haushalte, die im Landkreis Schaumburg liegen, werden durch das Vorwahlgebiet Lahde erschlossen. Um diese Haushalte gemäß der schaumburgischen Ausschreibung mit schnellem Internet versorgen zu können, sind vorbereitende Arbeiten auch im Stadtgebiet (sprich in Quetzen und Lahde) erforderlich.

Die Arbeiten werden auf Basis der bewilligten Förderung durchgeführt und abgerechnet. Daher ist die Telekom an die Vorgaben des Landkreises Schaumburg gehalten. Da es kein eigenwirtschaftlicher Telekomausbau ist, kann es dadurch auch passieren, das vorhandene Verteiler nicht angeschlossen bzw. auch keine neuen gebaut werden, da sie für die Versorgung der Schaumburger Haushalte nicht erforderlich sind.

Auf Nachfrage teilte die Telekom mit, dass vor dem geschilderten Hintergrund der Anschluss von Haushalten, die in den tangierten Ortschaften in Nähe der Ausbautrasse liegen aus förderrechtlichen Gründen zurzeit nicht möglich ist.

Die Telekom hat zugesagt, die Chancen, die sich aus diesem Ausbau für Lahde und Quetzen ergeben könnten, zu klären.

Kontakt

Evelyn Hotze
Raum: 10, Lahde
Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus
Bahnhofstraße 63
32469 Petershagen
Telefon: 05702 822-238
Fax: 05702 822-298
E-Mail oder Kontaktformular
Patrick Bartsch
Raum: 38, Lahde
Bahnhofstraße 63
32469 Petershagen
Telefon: 05702 822-228
Fax: 05702 822-298
E-Mail oder Kontaktformular
Kreis Minden-Lübbecke Andreas Holsmölle
Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung
Portastraße 13
32423 Minden
Telefon: 0571 807-23160
E-Mail oder Kontaktformular